Deutsch für den Beruf (ESF-BAMF-Kurse)

Wer in Deutschland arbeiten möchte, benötigt gute Deutschkenntnisse. Das ESF-BAMF-Programm zur berufsbezogenen Sprachförderung für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte verknüpft Sprachunterricht und berufliche Bildung, um ausländische Arbeitskräfte für den Beruf fit zu machen. Auf dieser Seite finden sowohl Personen mit Zuwanderungsgeschichte als auch Berater/-innen und Dozierende alle relevanten Informationen zum Thema "Berufsbezogenes Deutsch".

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Informationen für Teilnehmer/-innen

Ziel des ESF-BAMF-Programmes ist die nachhaltige Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Sprache gilt als der Schlüssel zur Integration und so soll durch den Sprachkurs die direkte Aufnahme einer Beschäftigung oder Ausbildung ermöglicht werden. Die Kurse bestehen aus Deutsch- und Fachunterricht sowie praktischen Inhalten wie Betriebsbesichtigungen und Praktika.

Wer kann teilnehmen?

Die ESF-BAMF-Kurse richten sind an Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, deren Sprachkenntnisse noch zu gering sind, um in Deutschland einen Arbeitsplatz zu finden. Auch Spätaussiedler/-innen, in Deutschland geborene Personen und sog. Passdeutsche dürfen teilnehmen. Zwingende Voraussetzungen sind:

  • Teilnehmende müssen bereits einen Integrationskurs abgeschlossen haben oder mindestens Deutschkenntnisse auf dem Niveau A1 (GER) mitbringen.
  • Sie müssen die Schulpflicht erfüllt haben.

In erster Linie richten sich die Kurse an Menschen, die arbeitsuchend gemeldet sind und/oder Leistungen nach SGB II (Hartz IV) oder SGB III (Arbeitslosengeld) beziehen. Es können jedoch auch Personen teilnehmen, die bereits Arbeit gefunden haben, jedoch noch zu geringe Sprachkenntnisse haben, um den Arbeitsalltag zu meistern.

Wo erhalte ich nähere Informationen?

Umfangreiche Informationen über die ESF-BAMF-Kurse bietet die Website des BAMF. Dort finden Sie auch den Flyer „Berufsbezogene Deutschförderung“  (in 12 Sprachen).

Die Kurse werden von unterschiedlichen Trägern in ganz Deutschland koordiniert. Wenn Sie Leistungen nach SGB II (Hartz IV) oder SGB III (Arbeitslosengeld) beziehen, wenden Sie sich an die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter. Auch Migrationsberatungseinrichtungen, Ausländerbehörde und Integrationskursträger können weiterhelfen.

>>  Übersicht aller Träger mit Kontaktdaten

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Informationen für Betriebe 

Der Betrieb als Lernort

Mitarbeitende mit Migrationshintergrund, die noch über geringe Deutschkenntnisse verfügen, können Sie und Ihre Stammbelegschaft den Einstieg erleichtern, indem Sie ihnen mit einer leicht verständlichen Sprache im Unternehmen begegnen. Gelingt es, den Betrieb zum Lernort für Deutsch zu machen, haben Sie eine der wichtigsten Integrationsetappen gemeistert. Hilfreich kann hier eine Art Sprachmentor sein, eine feste Person, an die sich Migranten mit Fragen zur Fach- oder Umgangssprache im Unternehmensalltag wenden können. Denkbar ist auch, dass diese Person regelmäßig den korrekten Gebrauch von Wendungen und Umgangsformen mit den neuen Mitarbeitern wiederholt oder gemeinsam mit ihnen E-Learning-Angebote nutzt.

>> Broschüre "Deutsch habe ich im Betrieb gelernt" - Berufsbezogenes Deutsch im Unternehmen verankern 

ESF-BAMF-Kurse unterstützen

Ihre Mitarbeiter benötigen nicht nur allgemeine, sondern auch berufsbezogene Deutschkenntnisse. Lehrkräfte, Räumlichkeiten und Lehrmaterial für ein Sprachangebot werden über das ESF-BAMF-Programm „Berufsbezogenes Deutsch“ fianziert. Sie müssen Ihre Mitarbeiter lediglich während des Unterrichts von der Arbeitszeit freistellen. Vor Beginn des Kurses wird der Sprachstand ermittelt, um einen passgenauen Kurs zu finden. Teilnahmevoraussetzung ist, dass Ihre Mitarbeiterin/Ihr Mitarbeiter mindestens das Sprachniveau A1 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER) beherrscht, jedoch noch keine ausreichenden Sprachkenntnisse besitzt, um den Arbeitsalltag zu meistern.

Das IQ Netzwerk Niedersachsen bietet u.a. Beratung für Betriebe zum Thema "Berufsbezogenes Deutsch" an. Nähere Informationen und Kontaktdaten finden Sie auf der Projektseite.Weitere Informationen für Betriebe zum Thema finden Sie auch über die IQ Fachstelle "Berufsbezogenes Deutsch".

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Informationen für Beratende, Dozierende und Sprachkursträger

FürBeratende und Dozierende bietet die IQ Fachstelle "Berufsbezogenes Deutsch" vielfältige Informationen, Praxisbeispiele sowie Materialien für die Kursplanung und Unterrichtsgestaltung an. Ebenfalls finden Sie dort Fortbildungsangebote und ein Glossar. 

Auch das BAMF hält Informationen wie z.B. für Beratende und Sprachkursträger vor. Dort finden Sie u.a. auch die Richtlinie des ESF-BAMF-Programms vom 11. Dezember 2014 und das dazugehörige Förderhandbuch.

Für Mitarbeiter/-innen der Arbeitsagenturen und Jobcenter (gE) ist die HEGA 04/15-7 zur "Fortsetzung der berufsbezogenen Sprachförderung für Menschen mit Migrationshintergrund (ESF-BAMF-Programm) in den Jahren 2015-2017" interassant.

Schließlich bietet auch das IQ Netzwerk Niedersachsen Beratung und Fortbildung für Dozierende an. Nähere Informationen und Kontaktdaten finden Sie auf der Projektseite "Berufsbezogenes Deutsch"