IQ Netzwerk Niedersachsen - Newsletter 06/2017

 

 

Liebe interessierte Leserinnen und Leser,

hiermit erhalten Sie den sechsten Newsletter des IQ Netzwerkes Niedersachsen im Jahr 2017!

Wir wünschen allen viel Spaß beim Lesen!

Ihr IQ Team!

 


© IQ Netzwerk Niedersachsen, RKW Nord GmbH

05.12.2017

 

IQ im Gespräch

"Die Frage war nicht, ob wir bei der Integration helfen, sondern wie!" Elias Bakhsar und Dallmann Geschäftsführer Thorsten Goerke erzählen im Interview, wie unkompliziert und erfolgreich Integration sein kann. mehr

Interessantes rund um das IQ Netzwerk Niedersachsen und die RKW Nord GmbH

"Faire Integration": Neues Projekt im IQ Netzwerk Niedersachsen gestartet Die Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Relevanz gewonnen. Dabei stellt sich nicht nur die Frage, wie die Menschen in Arbeit kommen, sondern auch unter welchen Bedingungen. mehr

Broschüre "Kenne deine Rechte!" - Neues Good Practice im Förderprogramm IQ Illustriert und in einfacher Sprache informiert die Broschüre geflüchtete Frauen über ihre Rechte und Möglichkeiten in Deutschland. mehr

IQ Qualifizierungsmaßnahme für Ärztinnen und Ärzte geht in die erste Runde Anfang November startete beim neuen Teilprojektpartner des IQ Netzwerkes Niedersachsen, Freiburg International Academy (FIA), am Standort Hannover die Qualifizierungsmaßnahme "Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung für Ärztinnen und Ärzte". mehr

"Beraten, qualifizieren und integrieren" - Niedersachsen profitiert von guter Arbeit  Am 20. Oktober öffneten die Partner Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) und das IQ Netzwerk Niedersachsen im Rahmen der Fachkräftetage Niedersachsen die Türen. mehr

Anerkennung ausländischer Abschlüsse als Chance für die Region - 5 Jahre Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG im IQ Netzwerk Seit 2012 begleitet die Beratungsstelle der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG (BIGS) als Teil des IQ Netzwerkes Niedersachsen internationale Fachkräfte aus der Region im beruflichen Anerkennungsverfahren. mehr

Lernen am Wochenende? Sehr gerne! Vom 13. bis 15. Oktober fand als Höhepunkt unserer Weiterbildung "Sprachliche Qualifizierung für Lehrerinnen und Lehrer" des Instituts für Berufliche Bildung (IBB) ein Präsenzseminar statt. mehr

Internationale Fachkräfte und Betriebe zusammenbringen Arbeitshilfe von und für Beratungskräfte entwickelt. "Betriebe ansprechen, aufschließen und begleiten – internationale Fachkräfte integrieren" – so lautete der Titel eines Workshops, der am 16. Oktober in Oldenburg stattfand. mehr

Eine Box. Und 1000 Ideen. Neue Toolbox für Geschäftsführungen und Personalverantwortliche Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in den deutschen Arbeitsmarkt, ob internationale Fachkräfte oder Geflüchtete, ist nach wie vor eine große gesellschaftliche Aufgabe. mehr

5 Fragen an

"Es ist mir wichtig, nicht einfach über geflüchtete Frauen zu sprechen, sondern mit ihnen" Vivien Hellwig unterstüzt mit ihrem Projekt "Fokus Flucht" beim Flüchtlingsrat Niedersachsen vor allem geflüchtete Frauen. mehr

 

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IQ im Gespräch

"Die Frage war nicht, ob wir bei der Integration helfen, sondern wie!"

Elias Bakhsar kam vor zwei Jahren aus Syrien nach Deutschland. Seit über einem Jahr arbeitet der junge Bauingenieur bei der Firma Dallmann in Bramsche, in der Nähe von Osnabrück.

Für das Straßen- und Tiefbauunternehmen hat die Integration von Geflüchteten in seine Belegschaft mit dem Erzählen einer Geschichte angefangen. Elias Bakhsar und Dallmann Geschäftsführer Thorsten Goerke erzählen im Interview, wie unkompliziert und erfolgreich Integration sein kann.

Katrin Börste (Assistentin der Geschäftsleitung), Elias Bakhsar und Thorsten Goerke (Geschäftsführer), v.l.      
© IQ Netzwerk Niedersachsen/RKW Nord GmbH

Herr Goerke, Ihr Unternehmen macht sich stark für Menschen, die in Deutschland Schutz und Zuflucht suchen. Wie ist es dazu gekommen?

In Bramsche war das Thema Flucht von Anfang an sehr präsent. Ganz in der Nähe unseres Firmensitzes ist eine Flüchtlingsunterkunft und unsere Straße war zu Anfang ein beliebter Weg in die Innenstadt. Wir haben direkt und unbürokratisch geholfen, indem wir zunächst Wohncontainer aufstellten oder Wege schotterten.

Mir kam die Idee, man könnte vielleicht auch mehr machen. Ich sah immer wieder so viele Menschen und dachte mir, unter ihnen müssen doch auch Bauleute sein. Nur wie kommt man an die Leute heran? Jemand erzählte mir von einem Programm des Ministeriums, aber es gab noch nichts Konkretes. Wir wollten schnell helfen. Also habe ich meine Strategie geändert und angefangen, eine Geschichte zu erzählen. Die Frage war nicht, ob wir bei der Integration helfen, sondern wie. Bei der Wirtschaftsförderung, der Stadt und der Arbeitsagentur habe ich angerufen und die Geschichte einer syrischen Familie hier in der Unterkunft erzählt.

Sie ist Deutschlehrerin, er Bauingenieur und sie haben zwei Kinder. Wir wollen diese Familie unterstützen und ihnen eine Werkswohnung anbieten. Man fragte mich jedes Mal: Wirklich, die Familie gibt es da? Meine Antwort war: Nein, das ist eine Geschichte. Das schien alle zu überraschen und zwei Tage später rief jemand an, es gäbe wirklich zwei Bauingenieure in der Unterkunft. So hat alles angefangen.

Das vollständige Interview finden Sie hier.

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Interessantes rund um das IQ Netzwerk Niedersachsen und die RKW Nord GmbH

"Faire Integration": Neues Projekt im IQ Netzwerk Niedersachsen gestartet

Die Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Relevanz gewonnen. Dabei stellt sich nicht nur die Frage, wie die Menschen in Arbeit kommen, sondern auch unter welchen Bedingungen.
Geflüchtete sind überdurchschnittlich häufig unterhalb des Tariflohns beschäftigt, arbeiten entgegen der gesetzlichen Arbeitszeitregelungen oder sind von anderen Formen der Arbeitsausbeutung betroffen. Dies liegt nicht zuletzt an unzureichenden Informationen für Geflüchtete über ihre Rechte auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

 

Eine bundesweit einheitliche Informationsstruktur zu Mindeststandards auf dem deutschen Arbeitsmarkt und Arbeitsrecht besteht für Geflüchtete bislang nicht. Darauf hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales reagiert und das Projekt "Faire Integration" ins Leben gerufen, welches durch das Förderprogramm IQ umgesetzt wird. Die IQ Landesnetzwerke haben die Aufgabe, das neue Teilprojekt in Kürze in ihrem jeweiligen Bundesland in einer ersten konzeptionellen Modellphase bis Ende 2018 umzusetzen und zu etablieren. In Niedersachsen ist "Faire Integration" zum 1. Oktober 2017 an den Start gegangen und wird von der RKW Nord GmbH durchgeführt.

 

Ziel des Projekts "Faire Integration" ist es, in Niedersachsen eine flächendeckende Beratungsstruktur zu Standards auf dem deutschen Arbeitsmarkt aufzubauen. Geflüchtete sollen über ihre rechtlichen Ansprüche als Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer informiert und aufgeklärt werden.

Beratung für Geflüchtete
© IQ Netzwerk Niedersachsen/RKW Nord GmbH
   

Zur Vermeidung von Doppelstrukturen werden im Dezember 2017 bzw. Januar 2018 zunächst bestehende Beratungsstellen, die in Niedersachsen im Themenfeld Migration und Integration tätig sind, dazu befragt, inwieweit sie Beratungsangebote zu arbeitsrechtlichen Fragestellungen vorhalten. Dadurch sollen zum einen regional- und branchenspezifische Bedarfe zu arbeitsrechtlicher Beratung und Aufklärung identifiziert und zum anderen mögliche Kooperationspartner gewonnen werden. Perspektivisch sollen außerdem Schulungsangebote und Informationsmaterialien für die im Themenbereich tätigen Akteure entwickelt und bereitgestellt werden. In einem weiteren Schritt wird dann entsprechend der Umfrageergebnisse eine  Beratungsstruktur in Niedersachsen aufgebaut.

Sollten Sie im Bereich Migration tätig sein und Geflüchtete zu arbeitsrechtlichen Fragestellungen beraten und informieren, dann freuen wir uns über eine Zusammenarbeit und Ihre Beteiligung an unserer Befragung. Kontaktieren Sie uns gerne!

Andrea Hasheider
Tel.: 0541 / 600 815-30
E-Mail: hasheider(at)rkw-nord.de

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Broschüre "Kenne deine Rechte!" - Neues Good Practice im Förderprogramm IQ 

Illustriert und in einfacher Sprache informiert die Broschüre geflüchtete Frauen über ihre Rechte und Möglichkeiten in Deutschland. Sie wurde jetzt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), vom Multiplikatorenprojekt Transfer (MUT IQ/ebb) sowie von Vertreterinnen und Vertretern der Netzwerkverbünde und Fachstellen als IQ Good Practice ausgezeichnet.

"Geflüchtete Frauen sind häufig einer doppelten Diskriminierung ausgesetzt - als Frau und als Flüchtling. Welche Rechte sie in Deutschland haben und wo sie Hilfe bekommen, erfahren die meisten Frauen nicht. Es gibt wenig geschlechtsspezifische Angebote, obwohl der Anteil von weiblichen Geflüchteten mittlerweile knapp 40 Prozent ausmacht. Die Broschüre unterstützt Frauen, ihren Weg in Deutschland zu finden und selbst zu gestalten", so Vivien Hellwig. Hellwig leitet das Projekt "Fokus Flucht" beim Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V., Partner im IQ Netzwerk Niedersachsen. Sie hat die Broschüre entwickelt.

Kompakte Broschüre für geflüchtete Frauen
© IQ Netzwerk Niedersachsen/RKW Nord GmbH

"Mit der Broschüre schließen wir eine Informationslücke. Der Einstieg in den Arbeitsmarkt ist für geflüchtete Frauen oft schwer, weil wichtige Informationen fehlen. "Wir freuen uns sehr, dass die Broschüre jetzt als IQ Good Practice ausgezeichnet wurde", so Rainer Bußmann, Koordinator des IQ Netzwerkes Niedersachsen.

Die Broschüre "Kenne deine Rechte!" hat sich in der Praxis als besonders erfolgreich und transferfähig erwiesen und wurde in Englisch, Französisch, Arabisch, Farsi und Russisch übersetzt. "Geflüchtete Frauen in ganz Deutschland stehen vor ähnlichen Herausforderungen: schwierige Lebensbedingungen in Gemeinschaftsunterkünften, eingeschränkte Gesundheitsversorgung oder die Unsicherheit über den Aufenthaltsstatus. Deswegen war es uns wichtig, die Broschüre so zu gestalten, dass sie bei Bedarf auch bundesweit eingesetzt werden kann", erklärt Hellwig. Eine gute Entscheidung von Hellwig und dem Flüchtlingsrat Niedersachsen. Als IQ Good Practice wird die Broschüre in Kürze die Integration geflüchteter Frauen in den Arbeitsmarkt in ganz Deutschland unterstützen. Im Förderprogramm IQ arbeiten bundesweit 16 Landesnetzwerke an der Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Migrationshintergrund.

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IQ Qualifizierungsmaßnahme für Ärztinnen und Ärzte geht in die erste Runde

Anfang November startete beim neuen Teilprojektpartner des IQ Netzwerkes Niedersachsen, der Freiburg International Academy (FIA), am Standort Hannover die Qualifizierungsmaßnahme "Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung für Ärztinnen und Ärzte".

Ziel der Maßnahme ist es, die Teilnehmenden mit ausländischem Hochschulabschluss in einem 12-wöchigen Intensivkurs auf die Kenntnisprüfung für eine Ärztetätigkeit vorzubereiten.

Denn: Ohne eine erfolgreich abgeschlossene Kenntnisprüfung erhalten Ärztinnen und Ärzte mit ausländischem Hochschulabschluss in Deutschland keine Berufszulassung. Damit wird einerseits auf den Bedarf der internationalen Medizinerinnen und Mediziner reagiert, optimal auf das deutsche Gesundheits- und Krankenhaussystem vorbereitet zu werden und andererseits aber auch auf die nachhaltige Sicherung des Arbeitskräftebedarfs der Kliniken.

 

    Der erste Kurs bereitet sich auf die Kenntnisprüfung vor
© Freiburg International Academy

Die Qualifizierungsmaßnahme gliedert sich in zwei Module, die sowohl theoretische als auch fachpraktische Inhalte vermitteln und die Simulation von Prüfungsszenarien beinhalten. Dr. Nabeel Farhan, Gründer und ärztlicher Leiter der Freiburg International Academy zieht jetzt schon eine positive Bilanz: "Unsere Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer sind sehr motiviert und froh, dass IQ ihnen die Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung in Hannover ermöglicht. Die kleine Gruppengröße ermöglicht eine sehr gute Lernumgebung und trägt zu einem intensiven Austausch unter den Teilnehmenden bei. Wir sind sicher, dass alle Teilnehmenden so die Prüfung erfolgreich absolvieren werden".

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"Beraten, qualifizieren und integrieren" - Niedersachsen profitiert von guter Arbeit

Am 20. Oktober öffneten die Partner Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft gGmbH (BNW) und das IQ Netzwerk Niedersachsen im Rahmen der Fachkräftetage Niedersachsen die Türen. Sie informierten über ihre Arbeit bei der Anerkennung von ausländischen Abschlüssen, Qualifizierungsangebote und interkulturelle Kompetenzen im Berufsleben. Mit den Fachkräftetagen macht das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr jedes Jahr auf den Fachkräftemangel aufmerksam.

 

"Wir beraten, qualifizieren und integrieren Menschen mit ausländischen Berufsabschlüssen im Rahmen des Anerkennungsgesetzes. Besonders im technischen Bereich und bei Gesundheits- und Pflegeberufen gibt es einen Fachkräftemangel, unsere Angebote wirken dem entgegen", erklärte Rainer Bußmann, Koordinator des IQ Netzwerkes Niedersachsen während der Veranstaltung.

Seit rund 6 Jahren finden internationale Fachkräfte beim BNW in Oldenburg Hilfe beim Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt.

Beraten, qualifizieren und integrieren beim BNW in Oldenburg
© Fotokiosk Oldenburg/Tanja Djordjevic
   

Wie gut berufliche Integration hier funktioniert, zeigten die beiden Partner anlässlich der Fachkräftetage Niedersachsen 2017. Neben Experten aus dem Netzwerk berichteten drei Fachkräfte aus Syrien, Russland und der Ukraine von ihren Erfahrungen. Die Ingenieurinnen und Ingenieure haben nach der Beratung die Anerkennung ihres ausländischen Abschlusses erhalten und qualifizieren sich zurzeit mit einer Maßnahme für Akademikerinnen und Akademiker aus dem MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) weiter. "Wir werden fachsprachlich auf das Berufsleben vorbereitet und bekommen mit Bewerbungstrainings aktive Hilfe bei der Jobsuche", so Najmaldeen Khaled. Der Ingenieur aus Syrien hat in seiner Heimat bereits mehrere Jahre als Ingenieur gearbeitet und schätzt seine Chancen nach der Qualifizierung als gut ein.

Ein Ausschnitt aus einem Diversity Training rundete den Tag ab und die Gäste bekamen wertvolle Tipps für das Arbeiten in interkulturellen Teams mit auf den Weg. Diversity Management zeigt Unternehmen, Vielfalt als einen Gewinn zu sehen und unterstützt, Konflikte unter Mitarbeitenden zu vermeiden.

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Anerkennung ausländischer Abschlüsse als Chance für die Region - 5 Jahre Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG im IQ Netzwerk

Seit 2012 begleitet die Beratungsstelle der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG (BIGS) als Teil des IQ Netzwerkes Niedersachsen internationale Fachkräfte aus der Region im beruflichen Anerkennungsverfahren. Die Förderung erweist sich als Chance für die Region. Am 25. Oktober empfingen die BIGS und das IQ Netzwerk Niedersachsen Partner, Freunde, Förderer und Interessierte, um die gemeinsame Arbeit vorzustellen.

Zusammen mit regionalen Akteuren hat die BIGS die berufsadäquate Integration internationaler Fachkräfte in den letzten Jahren vorangebracht. Im Rahmen der Veranstaltung bedankten sich die BIGS und das IQ Netzwerk bei allen Partnern, Freunden und Förderern für das Erreichte und Geleistete. "Wir sind sehr zufrieden mit der Veranstaltung und bedanken uns besonders für den regen Austausch und das große Interesse an der Arbeit unserer Beraterinnen und Berater", so Dr. Natalia Hefele, Anerkennungs- und Qualifizierungsberaterin der BIGS.

Vorträge der IHK und HWK gaben einen Überblick über die Wirtschaftsregion Südniedersachsen – zum einen über die aktuellen demographischen Entwicklungen und zum anderen über die Arbeits- und Ausbildungssituation.

"Es war für uns eine gute Möglichkeit, über die Arbeit der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen anlässlich des 15-jährigen Bestehens zu berichten. Und gleichzeitig die Arbeit des IQ Netzwerkes Niedersachsen vorzustellen sowie die 5-jährige Bilanz der bei der BIGS angesiedelten IQ Beratungsstelle darzustellen", ergänzt Hefele. Ratsuchende mit ihren Erfolgsgeschichten sowie Statistiken untermauerten die Darstellung.

Petra Broistedt, Sozialdezernentin der Stadt Göttingen, während der Begrüßung
© IQ Netzwerk Niedersachsen/RKW Nord GmbH

Während der Veranstaltung war Gelegenheit, Fachleute aus den Bereichen "Berufliche Anerkennung" und "Integration" zu treffen und zu sprechen. Ein weiterer Höhepunkt an diesem Vormittag waren die Berichte von Menschen aus der Region, die mit Hilfe der Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungsstelle der BIGS wieder in ihrem erlernten Beruf arbeiten. Zusammen mit ihren jetzigen Arbeitgebern berichteten sie von ihren Erfahrungen.

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Lernen am Wochenende? Sehr gerne!

Vom 13. bis 15. Oktober fand als Höhepunkt unserer Weiterbildung "Sprachliche Qualifizierung für Lehrerinnen und Lehrer" des Instituts für Berufliche Bildung (IBB) ein Präsenzseminar statt. Teilnehmende, Dozenten und Betreuende trafen sich in Celle in einem Tagungshotel zu dem dreitägigen Wochenendseminar. Die Lehrerinnen und Lehrer aus dem Ausland bereiten sich mit der Weiterbildung sprachlich auf die Arbeit in der Schule vor. Normalerweise treffen sich die Pädagoginnen und Pädagogen im virtuellen Kassenzimmer VIONA® und lernen von zuhause aus für ihre Sprachprüfungen. Um in Niedersachsen als Lehrerin oder Lehrer arbeiten zu können, ist mindestens das Sprachniveau C1 (GER) erforderlich.

Teilnehmerin im Interview
© Institut für Berufliche Bildung/Tammo Schäfer

An diesem Wochenende stand neben verschiedenen Workshops und der Prüfungsvorbereitung auch der persönliche Austausch im Vordergrund. "Es war ein außerordentliches, fast familiäres Präsenzwochenende und die Dynamik unter den Teilnehmenden war wirklich großartig", beschreibt Projektleiter Tammo Schäfer vom IBB das Wochenende. Ganz besonders freute er sich auch über die Teilnahme zweier Forscher von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Für ihr Forschungsvorhaben hatten Madelaine Flötotto und Dr. Simon Schleimer an dem Wochenende Teilnehmende interviewt. Sie befassen sich in ihrem Projekt mit den Erfahrungen von ausländischen Lehrerinnen und Lehrern im Anerkennungsprozess. Ein erfolgreiches Wochenende für alle Beteiligten. In der kommenden Zeit stehen jetzt für einige der Teilnehmenden Sprachprüfungen an. Wir wünschen allen viel Erfolg!

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Internationale Fachkräfte und Betriebe zusammenbringen

Arbeitshilfe von und für Beratungsfachkräfte entwickelt. "Betriebe ansprechen, aufschließen und begleiten – internationale Fachkräfte integrieren" – so lautete der Titel eines Workshops, der am 16. Oktober in Oldenburg stattfand.

 

25 Beratungsfachleute aus ganz Niedersachsen tauschten sich im Rahmen der landesweiten Fachkräftetage zu der Frage aus, wie sie KMU für die Einstellung ausländischer Mitarbeitenden gewinnen können. Sie arbeiten in Welcome Centern, Fachkräftebüros sowie in der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung und haben ihre Tipps und Anregungen in einer kurzen Arbeitshilfe zusammenfasst.

Die Veranstaltung war Teil der Workshopreihe, welche sich an Mitglieder des "Beratungsnetzwerks zur Integration internationaler Fachkräfte durch Kompetenz- und Wissenstransfer aus dem IQ Netzwerk Niedersachsen" richtet. Organisiert wurde der Workshop von der RKW Nord GmbH in Kooperation mit dem IQ Projekt Einwanderung des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft gGmbH.

Sind auch Sie an einer Mitarbeit im Beratungsnetzwerk interessiert? Dann informieren Sie sich online oder sprechen uns direkt an:

Marie-Theres Volk
volk[at]rkw-nord.de
Tel.: 0541 / 600 815-25

Neue Arbeitshilfe auf einen Blick
© RKW Nord GmbH
   

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Eine Box. Und 1000 Ideen. Neue Toolbox für Geschäftsführungen und Personalverantwortliche

Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in den deutschen Arbeitsmarkt, ob internationale Fachkräfte oder Geflüchtete, ist nach wie vor eine große gesellschaftliche Aufgabe. Das Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)" treibt dieses Thema seit über zehn Jahren voran.

Die Toolbox enthält praktische Tipps
© IQ Netzwerk Niedersachsen/RKW Nord GmbH

Auf 57 verschiedenen Karten gibt die Toolbox Führungskräften kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) Tipps, ihre Belegschaft mit interkultureller Kompetenz auf internationale Fachkräfte vorzubereiten und diese erfolgreich ins Unternehmen zu integrieren. Herausgeber ist die IQ Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung und Antidiskriminierung. Die Integration internationaler Fachkräfte in ein Unternehmen hat viele Vorteile. Damit diese Vorteile optimal genutzt werden können, enthält die neue Toolbox konkrete Tipps, praxisnahe Lösungsvorschläge, kompakte Antworten, ergänzt mit weiterführendem Material sowie Kontakten zu IQ Beratungsangeboten. Die Themen sind weit gefächert und reichen von Personalgewinnung und -entwicklung bis zu den wirtschaftlichen Vorteilen kultureller Vielfalt, Migration und Arbeitsmarkt, Unternehmenskultur und Führung.

Die Toolbox kann kostenlos bestellt oder als Online-Version abgerufen werden.

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5 Fragen an

"Es ist wichtig, nicht einfach über geflüchtete Frauen zu sprechen, sondern mit ihnen"

Vivien Hellwig unterstützt mit ihrem Projekt "Fokus Flucht" beim Flüchtlingsrat Niedersachsen vor allem geflüchtete Frauen.

Du leitest jetzt seit knapp einem Jahr das Projekt „Fokus Flucht“. Wie bist du eigentlich zum IQ Netzwerk Niedersachsen gekommen?

Ich engagiere mich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Rechte von Menschen auf der Flucht. In Berlin habe ich Menschen mit einem prekären Aufenthaltsstatus zu arbeitsrechtlichen Fragen beraten. Viele haben ihren Lohn trotz geleisteter Arbeit nicht erhalten. In den Beratungsgesprächen ist oft herausgekommen, dass die Ratsuchenden, die vorwiegend in der Gastronomie oder als Reinigungskraft gearbeitet haben, in ihrem Herkunftsland etwas ganz anderes gelernt haben und eigentlich gerne weiter den erlernten Beruf ausüben würden. Es waren viele Frauen dabei, deren beruflicher Werdegang sich durch die Migration und Flucht vollkommen geändert hat, meistens ins Negative. Ich habe dann zum Thema Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen recherchiert und bin auf das IQ Netzwerk gestoßen. Als ich nach einer neuen Arbeitsstelle suchte, habe ich gezielt nach Stellenausschreibungen von IQ Netzwerk geschaut und meine Projektstelle beim Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. gefunden.

 
  Illustration aus der Broschüre "Kenne deine Rechte!"
© Hanna Katrin Krümpfer

Was sind deine Aufgaben?

In meinem Projekt habe ich mir drei Schwerpunkte gesetzt: Erstellung von Informationsmaterialien für Geflüchtete und Multiplikatorinnen sowie Multiplikatoren, Informationsveranstaltungen für geflüchtete Frauen und zu einer Vernetzung und einem gegenseitigen Verständnis zwischen Akteuren in der Flüchtlingsarbeit, Frauenarbeit und Arbeitsmarktintegration beizutragen.

In meiner Arbeitszeit bereite ich komplexe Sachverhalte in einfacher Sprache auf und behalte aktuelle Studien und Berichte zum Thema im Blick. Oft bin ich in ganz Niedersachsen unterwegs und gebe Informationsveranstaltungen für geflüchtete Frauen zum Thema „Wege in die Arbeitswelt“. Das sind für mich ganz besondere Veranstaltungen, aus denen ich viel Energie und Freude mitnehme. Die Probleme, die mir die Frauen in diesen Veranstaltungen schildern, trage ich dann wiederum an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren weiter. Denn es ist mir sehr wichtig, nicht einfach über die Frauen zu sprechen, sondern mit ihnen.   

Die Broschüre „Kenne deine Rechte!“ wurde als IQ Good Practice ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch! Sie ist ein wichtiges Instrument bei deiner Arbeit. Kannst du uns kurz erzählen, warum du die Broschüre entworfen hast und was dir besonders wichtig war?

Danke, die Auszeichnung hat mich sehr gefreut. Geflüchtete Frauen in ganz Deutschland stehen vor vergleichbaren Herausforderungen: unsichere Wohnsituationen, eingeschränkte Gesundheitsversorgung oder die Unklarheit über den Aufenthaltsstatus und die Zukunft ihrer Kinder. Diese Fragen hindern sie oft daran, über berufliche Perspektiven nachzudenken. Deswegen war es mir wichtig, eine Broschüre zu gestalten, die sich nicht ausschließlich mit Fragen der Arbeitssuche befasst, sondern alle Themen anspricht, die für die Frauen momentan relevant sind. Relevant war dabei für mich, kein stereotypes Bild einer geflüchteten Frau zu reproduzieren, sondern wertungsfrei Informationen bereitzustellen. Viele Frauen freuen sich darüber, kompakt die wichtigsten Informationen zu erhalten und vor allem zu erfahren, wer ihre konkreten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner vor Ort sind. 

Was gefällt dir an deiner Arbeit am besten?

Mir gefällt besonders der Kontakt zu den Frauen. Es ist für mich immer sehr inspirierend zu sehen, mit wie viel Mut und Ausdauer die Frauen, die ich treffe, schon so viele Hürden überwunden haben. Die meisten Frauen sind schon jahrelang auf der Flucht und dabei zusätzlich verantwortlich für Kinder und andere Angehörige. Diese Frauen haben meinen vollen Respekt und ich schöpfe sehr viel Kraft aus diesen Begegnungen. Sie machen mir deutlich, wie wichtig es ist, sich gemeinsam für die Gleichstellung von Männern und Frauen, aber auch für die Gleichstellung von Menschen unterschiedlicher Herkunft einzusetzen.

Hast du selbst einen Migrationshintergrund oder hast du schon einmal im Ausland gearbeitet?

Ich habe selber keinen Migrationshintergrund. Ich bin zwar in der DDR geboren und bin nach der Wende nach Westdeutschland gezogen, aber das ist nicht vergleichbar. Durch mein Magisterstudium der Turkologie (Türkei- und Zentralasienstudien) habe ich öfter in der Türkei gelebt, dort studiert und ein Praktikum gemacht. Es wäre natürlich interessant zu schauen, ob mein Studium der Turkologie in der Türkei anerkannt werden würde.

Das Interview führte Stefanie Müller.

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Studieren, arbeiten, leben in Niedersachsen?!

Alle Infos auf einen Klick:
www.migrationsportal.de

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Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung“ zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).  

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Das Landesnetzwerk Niedersachsen wird koordiniert durch:

www.rkw-niedersachsen.de

Sitz der Gesellschaft: Hannover
Eingetragen beim Amtsgericht Hannover
Handelsregister-Nr. HRB 211607
Geschäftsführer: Harm Wurthmann, Monika Opitz

 

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Stefanie Müller, Susanne Strothmann-Breiwe, Franziska Barthelt  
iqnetzwerk[at]rkw-nord.de  
Tel.: 0541/ 60 08 15 - 20  

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